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Bauliche Zustände sorgen für Verärgerung

Am vergangenen Samstag, 7. Januar 2023 fand die Jahreshauptversammlung der aktiven Einsatzabteilung des Löschbezirk Hangard statt. Neben den Feuerwehrangehörigen waren auch der designierte Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen Christian Milz, sein erster Stellvertreter Tobias Hans und der Amtsleiter für Umwelt, Brandschutz und Rettungswesen Rainer Mathias der Einladung ins Hangarder Feuerwehrgerätehaus gefolgt.

In seinem Jahresbericht konnte Löschbezirksführer Björn Braun von einer positiven Entwicklung im vergangenen Jahr berichten. Mit derzeit 36 aktiven Mitgliedern konnte eine leichte Zunahme verzeichnet werden. Der Alters- und Ehrenabteilung gehören derzeit sieben Mitglieder an. „Im Jahr 2022 fanden 25 Übungen mit einer Gesamtzeit von 1260,5 Stunden statt. Hinzu kamen sieben Dienstbesprechungen mit einer Gesamtdauer von 160 Stunden. Insgesamt 44 Einsätze unterteilt in 12 Brandeinsätze, 20 Technische Hilfeleistungen und 11 Fehlalarmierungen galt es zu bewältigen“, berichtete Braun.

Auch der Jugendbeauftragte Nikolas Klein konnte von einer positiven Gesamtentwicklung berichten. Erfreut zeigte er sich hierbei insbesondere über den weiterhin starken Zuwachs weiblicher Jugendlicher. „Im laufenden Jahr konnten neun neue Mitglieder aufgenommen werden. Zwei Jugendfeuerwehrangehörige konnten in die aktive Wehr übernommen werden. Somit zählt die Jugendfeuerwehr Hangard zum Jahresende 2022 23 Mitglieder, davon sind mit einer Zahl von elf fast die Hälfte weiblich“, so Klein in seinem Jahresbericht. Bei insgesamt 27 Gruppenveranstaltungen sind 402 Jugendfeuerwehrangehörige in 2104,5 Stunden vertreten gewesen. „Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit ist das ein Anstieg um fast ein Drittel. Noch nicht eingerechnet sind dabei weitere Veranstaltungen wie die Leistungsspangenabnahme, Sitzungen, Vor- und Nachbereitungen oder Verwaltungsaufgaben“, konkretisierte Klein. Im weiteren Verlauf bemängelte er jedoch die fehlenden Transportkapazitäten im Löschbezirk. „Die Sitzplätze unserer beiden Löschfahrzeuge sind bei vielen Übungen und Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr nicht mehr ausreichend. Bei verschiedenen Veranstaltungen wie etwa dem Berufsfeuerwehrtag, der Jahreshauptübung, den Tagesfahrten und mehreren regulären Ausbildungsveranstaltungen konnte eine Teilnahmemöglichkeit für alle Jugendfeuerwehrangehörige nur mit der Unterstützung anderer Löschbezirke ermöglicht werden, die uns ein oder mehrere Fahrzeuge zum Transport zur Verfügung gestellt haben“, berichtete Klein. Seinen Dank richtete er dabei insbesondere an die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler, die dies unkompliziert ermöglicht und dafür teilweise eigene Vorhaben umgeplant haben.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gab Amtsleiter Rainer Mathias den Feuerwehrangehörigen einen Ausblick darauf, welche Änderungen in den nächsten Jahren geplant sind. So seien im Haushalt der Kreisstadt Mittel für die Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeugs aus dem Jahr 1998 vorgesehen. Die europaweite Ausschreibung wird wahrscheinlich in diesem Jahr erfolgen, je nach Marktsituation und Entwicklung der Haushaltslage könnte das Fahrzeug dann gegebenenfalls schon im Jahr 2024 ausgeliefert werden. Ebenfalls im Jahr 2024 ist die zusätzliche Neubeschaffung eines Mannschaftstransportwagens für den Löschbezirk vorgesehen. Der Schulungsraum im Gerätehaus soll in diesem Jahr neben neuen Tischen auch eine neue Bestuhlung erhalten. Aufgrund der teils schwierigen Parksituation rund um das Feuerwehrgerätehaus ist geplant, mehrere Parkplätze auf dem Pirmin-Raber-Platz für Feuerwehrangehörige zu reservieren, sodass diese insbesondere im Einsatzfall ohne Parkplatzsuche schneller zum Feuerwehrhaus gelangen können.

In der anschließenden Aussprache brachten die Feuerwehrangehörigen einige Kritikpunkte an. Große Unzufriedenheit herrscht insbesondere über die baulichen und technischen Zustände im Feuerwehrgerätehaus. So sind Seifen- und Papierspender nahezu im gesamten Gerätehaus seit längerer Zeit defekt oder funktionsuntauglich. Eine neue Küche, die der Löschbezirk im Jahr 2021 erhalten hat, wurde beschädigt und unvollständig geliefert. Seit fast zwei Monaten ist ein DSL-Modem defekt, wodurch Internet, Telefon und Fax nicht mehr funktionieren und die Übermittlung relevanter Einsatzdaten nicht mehr möglich ist. Vor zwei Jahren erhielt der Löschbezirk zwar einen Computer, um auf die Verwaltungssoftware der Feuerwehren zugreifen zu können, jedoch fehlt es seitdem auch an Zugangsdaten, um sich im Betriebssystem anmelden zu können. Der Boden in der Fahrzeughalle ist uneben und sanierungsbedürftig. Bei Reinigungsarbeiten oder dem Abstellen nasser Einsatzfahrzeuge entstehen regelmäßig große Pfützen, die eine Unfallgefahr darstellen und zu Beschädigungen an Wänden und Inventar führen. Nach Bauarbeiten ist das Dach der Fahrzeughalle nun an einer Schnittkante undicht geworden, wodurch bei Regen Wasser in das Gebäude tropft. Die Lagergarage des Löschbezirks neben der Ostertalhalle befindet sich in einem baulich „katastrophalen“ Zustand. Die Damenumkleide im Gerätehaus ist nach der Übernahme von zwei Jugendfeuerwehrangehörigen in die Einsatzabteilung nun vollständig belegt und Platz für weitere weibliche Feuerwehrangehörige dort zum derzeitigen Zeitpunkt nicht mehr vorhanden. Hier wünscht sich der Löschbezirk eine zeitnahe Lösung der Stadtverwaltung. „Einige dieser Punkte sind schon seit Jahren offen und wurden immer wieder kommuniziert. Die zuständigen Ämter versprachen zum Teil zwar Abhilfe, umgesetzt wurde davon aber vieles bis heute nicht“, mahnte ein Feuerwehrangehöriger. Anhand einiger Fallbeispiele wurde auch die Durchführung und Planung der baulichen Vorhaben im Rahmen der An- und Umbaumaßnahmen bemängelt. Auch hier seien noch mehrere Punkte offen oder durch suboptimale Umsetzung wieder aufgekommen. Da viele Punkte nicht in den Zuständigkeitsbereich seines Amtes fallen versprach Mathias, die notierten Mängel an die zuständigen Bereiche weiterzuleiten.

Turnusgemäß mussten die Feuerwehrangehörigen in ihrer Hauptversammlung auch einige Funktionen neu wählen. Peter Appelt und Rahim Suleimana konnten hierbei in ihren Aufgaben als Kassenwarte bestätigt werden. Als Nachfolger von Julian Berger, der aufgrund seiner neuen Funktion als Gerätewart nicht mehr zur Wahl angetreten war, wurden Emily Braun und Ann-Kathrin Meisberger in das Amt der Schriftführerinnen gewählt. Martin Tassone-Staab fungiert in den kommenden Jahren als Kassenprüfer.

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